26. September 2026: Der Abend, an dem du ehrlich wirst
Am 26. September um 18:49 Uhr steht der Vollmond exakt im Zeichen Widder, direkt gegenüber der Sonne, die gerade erst in die Waage gewechselt ist. Vielleicht spürst du diese Energie schon seit Tagen: eine Unruhe, ein Genug-ist-genug, das sich einfach nicht mehr kleinreden lässt. In diesem Beitrag erzähle ich dir, was an diesem Abend wirklich passiert, was ich selbst aus eigener Erfahrung darüber weiß, und was du konkret damit tun kannst.
Inhalt
- Warum dieser Vollmond Erntemond heißt
- Die Spannung zwischen Widder und Waage
- Meine eigene Geschichte: das eine klare Nein
- Warum dein Körper es schon weiß
- Der Spiegel in deinen Beziehungen
- Die Übung für den 26. September
- Wie du die Energie danach hältst
- Das ganze Video
Warum dieser Vollmond Erntemond heißt
Dieser Vollmond trägt den Beinamen Erntemond, weil er der Tagundnachtgleiche am nächsten steht, die gerade erst hinter uns liegt. Früher hat sein Licht den Menschen geholfen, nach Sonnenuntergang noch die letzten Früchte einzubringen, bevor der Winter kommt. Energetisch geht es an diesem Abend genau darum: etwas einzuholen, das über die letzten Monate in dir gereift ist, aber noch nicht ausgesprochen wurde.
Am Himmel zeigt sich in diesen Tagen außerdem Saturn nicht weit vom Mond entfernt, der Planet der Verantwortung und der klaren Grenzen. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass es an diesem Abend nicht um lautes Durchsetzen geht, sondern um eine Entscheidung, die du auch in einem Monat noch tragen kannst.
Die Spannung zwischen Widder und Waage
Dieser Vollmond steht der Sonne exakt gegenüber, die gerade in die Waage gewechselt ist. Widder und Waage bilden die Achse des Ichs und des Wirs. Waage fragt, was für die Beziehung, für das Miteinander gut ist. Widder fragt, was für dich gut ist. Wenn beide Kräfte gleichzeitig aktiv sind, entsteht genau die Reibung, die du vielleicht auch schon gespürt hast: dieses Hin und Her zwischen Rücksicht und Selbstbehauptung.
Die meisten Menschen, mit denen ich arbeite, sind auf eine Seite dieser Achse trainiert. Entweder auf Harmonie um jeden Preis, auch wenn es dich selbst aufreibt, oder auf Durchsetzung um jeden Preis, auch wenn es andere verletzt. Beides ist ein altes Überlebensmuster, keine Charakterschwäche. Der Vollmond bringt dieses Muster an die Oberfläche, damit du es siehst und es sich lösen kann.
Meine eigene Geschichte: das eine klare Nein
Ich kenne das Muster, um das es hier geht, sehr gut aus meinem eigenen Leben. Ich war früher Bloggerin und hatte eine Kooperation, die mir auf dem Papier viel gebracht hätte, die sich in meinem Körper aber jedes Mal eng angefühlt hat, wenn ich daran gedacht habe. Ich habe monatelang abgewogen, mit mir selbst verhandelt, mir gesagt, stell dich nicht so an, das ist doch eine gute Chance.
Bis ich irgendwann abends dagesessen habe und gespürt habe, wie in mir etwas hochkam, das ich schon lange nicht mehr so deutlich gefühlt hatte. Es war Wut. Nicht laut, nicht wild, sondern eine klare, auf mich selbst gerichtete Wut, weil ich mich so lange kleiner gemacht hatte, als ich bin.
Ich hatte keinen Plan B. Ich habe die Kooperation trotzdem abgesagt, weil es sich absolut nicht authentisch für mich anfühlte. Und in dem Moment, in dem ich diese Entscheidung kommuniziert hatte, fühlte ich mich total klar.
Warum dein Körper es schon weiß
Ich sehe dieses Muster auch immer wieder in meiner Praxis. Da sitzt jemand vor mir in der Hypnose oder im Coaching und erzählt mir von einer Entscheidung, die eigentlich längst getroffen ist, nur eben noch nicht ausgesprochen. Der Job, der nicht mehr passt. Die Beziehung, in der sich seit Jahren nichts mehr bewegt. Die Grenze gegenüber der eigenen Familie, die man sich nicht zu ziehen traut.
Wenn ich mit dem Nervensystem arbeite, merke ich fast immer dasselbe: Der Körper weiß es längst. Die Schultern ziehen sich zusammen, der Atem wird flach, sobald das Thema berührt wird. Das ist keine Einbildung, das ist eine körperliche Reaktion auf etwas, das zu lange zurückgehalten wurde. Wenn du also in den letzten Tagen unruhiger warst als sonst oder schlechter geschlafen hast, ist das kein Zufall, sondern die Vorbereitung deines Körpers auf das, was an diesem Abend passieren will.
Der Spiegel in deinen Beziehungen
Was ich Jahr für Jahr beobachte: Dieser Vollmond sucht sich besonders gern deine Beziehungen als Bühne aus. Nirgendwo bekommst du so klar einen Spiegel vorgehalten wie dort, wo du jemandem nah bist. Wenn in den nächsten Tagen in deiner Partnerschaft, deiner Familie oder einer engen Freundschaft etwas hochkocht, das unverhältnismäßig groß wirkt, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Die Wut, die Ohnmacht oder die Verzweiflung, die du im Außen spürst, zeigt dir fast immer etwas über dich selbst.
Dabei macht es einen Unterschied, ob du aus deinem Ego heraus etwas durchsetzen willst, nur um recht zu behalten, oder ob du aus deinem Herzen sprichst. Willst du nur beweisen, dass du im Recht bist, wird sich dein Gegenüber automatisch verteidigen. Sprichst du dagegen aus dem, was du wirklich brauchst, erreichst du auch das Herz des anderen leichter.
Die Übung für den 26. September
Nimm dir an diesem Abend, am besten nach 18:49 Uhr, ein Blatt Papier und einen Stift. Setz dich an einen ruhigen Ort, gern draußen mit Blick zum Mond, sonst reicht auch ein Fenster. Schreib oben auf das Blatt die Frage: Wo in meinem Leben schiebe ich eine Entscheidung vor mir her, die eigentlich schon längst entschieden ist?
Lass deine Hand schreiben, ohne es vorher zu planen. Falls dir die Frage zu offen ist, nimm drei genauere mit: Wo passt du dich gerade zu sehr an? Wo bist du nicht ganz ehrlich mit dir selbst? Und wo hältst du dich um des lieben Friedens willen zurück, obwohl in dir etwas anderes drängt?
Wenn du eine Antwort gefunden hast, schreib auf, was der erste kleine Schritt wäre, um diese Entscheidung nach außen zu bringen. Sprich diesen Satz danach laut aus, auch wenn ihn niemand außer dir hört. Falte das Blatt zum Schluss zusammen und leg es an einen Ort, an dem du es in den nächsten Tagen noch einmal siehst.
Wie du die Energie danach hältst
Die Widder-Energie ist stark, aber sie trägt nicht dauerhaft. Sie öffnet die Tür, integrieren musst du das, was durch diese Tür kommt, in den Tagen danach selbst. Nimm dir deshalb die drei Tage nach dem Vollmond bewusst dazu. In dieser Zeit steht die Sonne noch in der Waage und erinnert dich daran, dass Klarheit und Rücksicht sich nicht ausschließen. Du kannst für dich einstehen und gleichzeitig respektvoll bleiben.
Die Kraft eines Vollmondes liegt nicht darin, dass an diesem einen Abend etwas Magisches passiert, sondern darin, dass er dir einen Spiegel vorhält, den du sonst vielleicht nicht anschauen würdest. Was in diesem Spiegel steht, bleibt deine Entscheidung.
Das ganze Video
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